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fragen an die dmkg

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Was bedeutet eigentlich Verhaltenstherapie bei Kopfschmerzen?

Antwort:

"Bei chronischen Kopfschmerzformen, insbesondere Migräne sowie Kopfschmerzen vom Spannungstyp, sind verhaltensmäßige und somit psychologische Faktoren für die Entstehung, aber besonders auch für die Aufrechterhaltung der Erkrankung von besonderer Bedeutung. Überhöhte Anforderungen an sich selbst, ungünstige Streßverarbeitungsweisen, Angst vor Versagen und auch Angst vor Schmerzen sind nur einige Beispiele, die manchen Patienten verzweifeln und ungünstige Verhaltensgewohnheiten entwickeln lassen, die sich ungünstig auf die Kopfschmerzsymptomatik auswirken können. Ziel der verhaltenstherapeutischen Behandlung ist neben der aktiven Bewältigung des akuten Migräneanfalls bzw. der akuten Spannungskopfschmerzen vor allem auch die aktive Vorbeugung durch Veränderung von Auslösebedingungen, die zu einem Migräneanfall bzw. zur Auslösung chronischer Kopfschmerzen führen können. Als verhaltenstherapeutische Behandlungstechniken werden dabei u.a. Entspannungstraining, Biofeedback, Streß- und Schmerzbewältigungsverfahren sowie neurdings das Reizverarbeitungstraining eingesetzt. Verhaltenstherapeutische Verfahren sind in ihrer Effektivität empirisch belegt und sollten stets durch eine/einen darin ausgebildeten Therapeuten/Therapeutin angewandt werden. Über Psychologische Schmerztherapeuten kann die DMKG sowie die Deutschen Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -forschung (DGPSF) Auskunft geben."

Dr. Uwe Niederberger & Prof Wolf-Dieter Gerber


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