FAQ

Gibt es nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten des posttraumatischen Kopfschmerzes vom Spannungstyp?

"Die nicht-medikamentösen Therapieformen des posttraumatischen Kopfschmerzes vom Spannungstyp bestehen aus einer physikalischen Therapie (z. B. Wärme-/Kälteanwendungen) sowie einer krankengymnastischen Behandlung mit Lockerung der Schulter-Nacken-Muskulatur, falls sich klinisch eine Verspannung oder Druckschmerzhaftigkeit derselben nachweisen läßt. Es schließt sich insbesondere bei dem Kopfschmerz nach einer HWS-Beschleunigungsverletzung ein isometrisches Krafttraining der Nackenmuskulatur an, ebenso ein Haltungsaufbau und eine Verbesserung der Beweglichkeit der Halswirbelsäule. Der Patient selber kann zur Lockerung der Muskulatur durch Erlernen einer muskelzentrierten Entspannungstechnik (u. a. nach Jacobson) beitragen. Gleiches gilt für das Erlernen eines EMG-Biofeedback-Trainings, mit dessen Hilfe das Ausmaß der Verspannung der Nackenmuskulatur akustisch mitgeteilt wird. Insbesondere bei chronischem posttraumatischem Kopfschmerz flankieren schmerzpsychologische Verfahren (u. a. Streßbewältigungstraining, Verhaltenstherapie etc.) die nicht-medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten. Roborierende Maßnahmen mit vegetativer Stabilisierung zur Besserung der Befindlichkeit können seitens des Patienten durchgeführt werden (z. B. Wechselduschen, Bürstenmassagen, Meidung von Genußmitteln, geregelter Tagesablauf, ausreichender Nachtschlaf, mäßige aber regelmäßige sportliche Betätigung). Generell empfiehlt sich bei posttraumatischen Kopfschmerzen eine rasche Klärung forensischer Angelegenheiten, soweit vorliegend."

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