FAQ

Wie wird der akute posttraumatische Kopfschmerz nach einer HWS-Beschleunigungsverletzung oder einem Schädel-Hirn-Trauma behandelt?

"Die Behandlung des posttraumatischen Kopfschmerzes vom Spannungstyp erfolgt in der Akutphase mit der Gabe von Analgetika, z. B. Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen oder ersatzweise Naproxen. Die Gabe von Mischpräparaten sollte vermieden werden, da der initiale akute posttraumatische Kopfschmerz in einen medikamenteninduzierten Dauerkopfschmerz übergehen kann. Wird der posttraumatische Kopfschmerz von einem Zervikalsyndrom bei Schädel-Hirn-Trauma mit HWS-Distorsion oder bei einer isolierten Beschleunigungsverletzung der Halswirbelsäule begleitet, empfiehlt sich eine ergänzende physikalische und krankengymnastische Behandlung mit möglicher initialer Immobilisation des Kopfhalteapparates mit einer Halskrause (so kurz wie möglich, so lang wie nötig; nicht länger als 14 Tage). Physikalische Maßnahmen mit Wärme- oder Kälteapplikation und Lockerung der Schulter-Nacken-Muskulatur nach Besserung des akuten Nackenschmerzes ergänzen die Behandlung. Auf die Gabe von muskelentspannenden Medikamenten (Myotonolytika) kann meistens verzichtet werden."

Zurück